STEUERTIPPS zum Jahresende für ALLE STEUERPFLICHTIGEN

Im Folgenden erhalten Sie einen kurzen Überblick über allgemeine Steuereinsparungsmöglichkeiten, die Sie bis Jahresende noch berücksichtigen sollten:

1 – 6% Bildungsprämie – 20% Bildungsfreibetrag:
Für Aufwendungen, die unmittelbar Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für Arbeitnehmer im betrieblichen Interesse des Arbeitgebers betreffen und für externe Aus- und Fortbildungseinrichtungen anfallen, kann wahlweise die 6%-ige Prämie oder der 20%-ige Freibetrag beantragt werden.

2 – Geringwertige Wirtschaftsgüter:
Bei Anschaffungswert bis einschließlich € 400,– zuzüglich Umsatzsteuer (gilt nicht für Kleinunternehmer sowie unecht steuerbefreite Unternehmer) können diese im Jahre der Anschaffung grundsätzlich sofort zur Gänze abgeschrieben werden (gilt nicht für Sachgesamtheit: wenn jemand z.B. 200 Stühle für ein Kino oder für einen Sitzungssaal zu € 400,– anschaffen würde).

3 – Investitionen – Nutzung der Halbjahres-Absetzung für Abnutzung, vorzeitige Abschreibung:
Eine Absetzung für Abnutzung kann erst ab Inbetriebnahme des jeweiligen Wirtschaftsgutes geltend gemacht werden. Erfolgt die Inbetriebnahme noch bis zum 31.Dezember, so steht für diese Wirtschaftsgüter noch eine (komplette) Halbjahresabschreibung zu. Diese Inbetriebnahme sollte insbesondere bei (größeren) Maschinen – so weit möglich in irgendeiner Form dokumentiert werden (nicht so bei herkömmlichen Wirtschaftsgütern wie z.B. für PC, Kopierer, Büroeinrichtung etc.) Bei Kraftfahrzeugen ist die Anmeldung im laufenden Kalenderjahr noch erforderlich!

4 – Arbeitnehmerveranlagung 2009 – letztmalig bis Ende 2014 möglich!

5 – Werbungskosten (inkl. eigene Studienbeiträge), Sonderausgaben, Außergewöhnliche Belastungen
Generell strenges Abflussprinzip, d. h. Bezahlung noch unbedingt 2014 durchführen!

6 – Steuersätze ab 2015:
Unabhängig davon wie die Steuerverhandlungen weitergehen kann man damit rechnen, dass ab 2015 eine Minderung im Bereich der Einkommensteuer / Steuersätze erfolgen wird.
Aus diesem Grunde sollten insbesondere 2014 verstärkt Überlegungen in der Richtung durchgeführt werden, Gewinne in das neue Jahr zu verlagern (gilt für EU und Personengesellschaften).