Archiv der Kategorie: Uncategorized

Steuertipps zum Jahresende – Bilanzierende Unternehmen

Wenn der Gewinn durch doppelte Buchführung bzw. durch Bilanzierung ermittelt wird, kann man die Steuerlast insbesondere durch folgende Maßnahmen noch optimieren:

Keine Gewinnverwirklichung bei halbfertigen Arbeiten und Erzeugnissen:
Bei halbfertigen Arbeiten und Erzeugnissen unterbleibt eine Gewinnrealisierung zum Bilanzstichtag (imparitätisches Realisationsprinzip). Es dürfen im Jahresabschluss für diese Leistungen lediglich die Herstellungskosten angesetzt werden.
Es ist daher zu überlegen, die Abrechnung von halbfertigen Arbeiten und Erzeugnissen (Übertragung der faktischen Verfügungsmacht – Übergabe, Abnahme …) und somit die Gewinnverwirklichung ins nächste Wirtschaftsjahr zu verlagern. Dies sollte auch durch entsprechende Abnahmeprotokolle, sofern möglich, dokumentiert werden.
Ebenso kann man die Gewinnverwirklichung bei (normalen) Warenlieferungen durch Verschiebung der Auslieferung in das neue Jahr entsprechend verlagern.

Nicht entnommener Gewinn gemäß § 11a EstG.:
Diese steuerliche Begünstigungsmöglichkeit ist per 31.12.2009 ausgelaufen.
Ein Thema stellt dies allerdings insoweit noch dar, als für jene, die diese steuerlich sehr lukrative Methode in Anspruch genommen haben, noch offene nicht entnommene Gewinne aus Vorjahren zu Buche stehen. Hier ist weiterhin die 7-Jahresfrist zu beachten.
In diesem Falle sollte nicht mehr als der laufende Gewinn entnommen werden, wobei auch Privatsteuern zu den Privatentnahmen zählen.
Zu hohe Privatentnahmen können mit Einlagen kompensiert werden, dies ist mittlerweile auch durch eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes anerkannt worden (die Einlage müssen dem Betrieb allerdings längerfristig dienen und dürfen nach dem Bilanzstichtag nicht gleich wieder entnommen werden).

Gewinnfreibetrag:
Seit 1.1.2010 kann ein Gewinnfreibetrag in Höhe von 13 % auch von bilanzierenden Unternehmen geltend gemacht werden (gilt für Einzelunternehmen und Personengesellschaften, nicht aber für Gesellschaften mit beschränkter Haftung).
Siehe hiezu die Ausführungen für EAR (Einnahmen- Ausgabenrechner).

Steuerfreie Weihnachtsgeschenke

Sachzuwendungen in Form von (Weihnachts)geschenken an Arbeitnehmer sind bis zu einem Höchstbetrag von € 186,– pro Jahr und Arbeitnehmer lohnsteuerfrei.

Diese Regelung gilt analog auch für den Bereich der Sozialversicherung.
Zusätzlich zu diesem Höchstbetrag kann für Betriebsveranstaltungen (z.B. Betriebsausflug) ein Betrag von maximal € 365,– jährlich steuerfrei behandelt werden.

Übliche Sachzuwendungen sind nur befreit, soweit die Kosten dafür angemessen sind (d.h., den Betrag von € 186,– nicht überschreiten) und sie nach Ausmaß und Art allgemein im einzelnen Betrieb üblich sind.

Gutscheine und Geschenkmünzen, die nicht in Bargeld abgelöst werden können, zählen ebenfalls zu den steuerfreien Geschenken.

Auch werden Goldmünzen und Golddukaten, bei denen der Wert des Goldes im Vordergrund steht, als steuerfreie Sachzuwendungen anerkannt.

Die angeführten Befreiungen sind nicht nur auf Dienstnehmer, sondern können auch für freie Mitarbeiter angewendet werden (gilt nicht für Personen, welche in einem Werkvertrag tätig sind).